Neuer portabler DJI Quadrokopter Mavic

DJI Mavic – jetzt kann die eigene “Personal Drone” immer dabei sein

Mit einer Wasserflasche in der Hand durch die Gegend zu laufen ist total angesagt und längst Standard. Jetzt endlich gibt es eine Drohne für die andere Hand.

Zusammengeklappt ist die neue DJI Mavic keine 20 cm lang und nur ca. 750 g schwer, aber nach den technischen Daten ein vollwertiger Quadrokopter mit Details, die andere nicht vorweisen können. Nicht schlecht ist eine Kamera mit 4K 30 fps Video an einem 3-Achs Gimbal, Positionsbestimmung mit GPS und GLONASS, Klapprahmen und -propeller, aber auch nichts Neues.

Hier kommen noch ein paar vielversprechende Neuheiten dazu. Kompass und Beschleunigungssensor in doppelter Ausführung für mehr Präzision und Sicherheit, optische Positionierung und automatische Hindernisvermeidung ist mit 4 Kameras nochmals gegenüber dem Phantom 4 verbessert und soll bis 15 m Entfernung bei 36 km/h funktionieren, Steuerung durch Winken (könnte lustig aussehen) für Selfies, die dann per Livestreaming auf Facebook Live, Periscope und YouTube geteilt werden.

Das ist noch nicht alles. “Terrain Follow”, also Objektverfolgung mit konstantem Bodenabstand, automatische Fotos vom Startplatz, mit deren Hilfe die Drohne noch präziser wieder automatisch landet, und bis zu 27 Minuten Flugzeit runden das kleine Päckchen ab.

Die Steuerung soll bis 7 km Entfernung und fast ohne Verzögerung in Verbindung mit einer Videobrille funktionieren. Natürlich verweist DJI darauf, dass das nicht überall erlaubt ist. In Deutschland dürfen Drohnen nur in Sichtweite, und per Videobrille nur mit einer zweiten Person (dem Spotter) geflogen werden. Wir finden, das sollte von Herstellern und Vertrieb noch deutlicher gemacht werden, denn diese kleinen, handlichen Drohnen werden immer leistungsfähiger und einfacher zu fliegen. Dadurch müssen immer mehr Personen damit verantwortungsvoll umgehen. Dafür ist mehr nötig, als bei einer Wasserflasche.
Nur gut, dass DJI zusätzlich einen Versicherungsservice anbietet, “DJI Care Refresh” für “ein noch sorgenfreieres Fluggefühl”. Damit werden Unfallschäden an Fluggerät, Gimbal und Kamera während des Normalgebrauchs für 12 Monate abgedeckt.

Doch insgesamt könnte dieses kleine Gerät die Drohnenwelt verändern. Hier werden schon erste Antworten auf zukünftige Anforderungen, wie autonomes Fliegen, Hindernisvermeidung und lange Flugzeiten in leichten UAVs, gegeben.

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Dronesurfing, der neue Trendsport?

Drohnen treten von von winzig, über klein bis ziemlich groß und kräftig auf, und für jede Größe gibt es die passende Aufgabe.

Jetzt hat der Hersteller Freefly Systems mit einem eindrucksvollen Video gezeigt, was in ihrem Top-Produkt steckt. Der Alta 8 ist ein Oktokopter mit ca. 1,3 m Durchmesser, einer Zuladung von über 9 kg und ausreichend Schubkraft, um einen Surfer sehr flott übers Wasser zu ziehen.

Das sieht schon spektakulär aus. Auch wenn der Surfer bestimmt auf die ganz wilden Manöver verzichtet hat, damit die 18.000 Dollar Drohne nicht ins Wasser gezogen wird. Natürlich wird hier ein Profi Gerät zweckentfremdet. Eigentlich wird die Drohne für Filmkameras vom Kaliber Red, oder Arri gebaut, damit diese elegant übers Wasser (oder sonstwo) fliegen können.

Immerhin macht das Video deutlich, welche Leistung in modernen Profi-Drohnen für die Filmindustrie steckt.

Hang loose!

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Sitzt eine Drohne auf der Laterne…

Da haben wir uns kürzlich über die fehlende Reichweite von Lieferdrohnen mokiert, und schon kommt Amazon mit einem Patentantrag, um das Problem zu lösen. Einfach genial, Strom gibt es ja alle paar Hundert Meter entlang der Straßen. Die Drohne muss das Netz nur anzapfen können. Also schnell auf der Straßenlampe gelandet, Stecker (automatisch) angeschlossen und ein bisschen warten. Wenn das auch noch eine Schnellladestation für die Drohne ist, muss sie nicht ein bis zwei Stunden auf der Laterne hocken, während der schöne Zeitvorsprung dahinschmilzt. Wie dem auch sei, und Computer Bild festgestellt hat, “Dass Straßenlampen in naher Zukunft tatsächlich als Ladestationen für Fluggeräte dienen, ist also eher unwahrscheinlich”. Trotzdem, neue Ideen bringen neue Möglichkeiten, was hatten sich die Kollegen damals über diese komischen, neumodischen Autos kaputtgelacht. Wir werden sehen.

Mini Drohne auf Handfläche

Neue und wichtige Anwendung für Drohnen – Pokémon Go

Eine große Überraschung ist das nicht, doch dass es so schnell geht. Nach kaum zwei Wochen Pokémon Go gibt es schon eine Mini (nein, Micro) Drohne zum Fangen von Monstern. Das könnte wirklich lustig sein, jedenfalls für eine Weile. Das wirklich Innovative an Pokémon Go nämlich, das “vor die Tür gehen” mit “den eigenen Füßen” macht doch den eigentlichen Spaß aus, und dafür muss man sich eben etwas bewegen.

Zum Glück ist die Drohne winzig und kann deshalb getrost als harmloses Spielzeug gesehen werden. Anders als der ausgewachsene Quadrokopter mit angehängtem Smartphone für den selben Zweck. Hier sieht es schon anders aus. Dieses Gerät ist wirklich nicht dafür geeignet einfach so losgeschickt zu werden.

 

DJI Inspire Pro Quadrocopter

Neue DJI Inspire 1 Firmware

Seit heute gibt es eine neue Firmware für den Inspire 1 von DJI, 1.9.1.30.

Über die vorige Version v1.9.1.10 gab es einige Berichte von etwas beunruhigendem Flugverhalten. Jedenfalls, wenn man plötzliche Jo-Jo Einlagen, spontanes Vollgas ohne Input und Abstürze beunruhigend findet. Version 1.9.1.10 habe ich denn auch dankend ignoriert und bin immer noch auf 1.8.1.00.

Jetzt ist wohl ein “vorübergehender ” und “seltener” Fehler im Vision Positioning System behoben. Könnte das die Lösung sein? Wenn ich etwas Luft habe, werde ich diese Firmware wagen und das Beste hoffen.


Update 13.07.16: Die neue Firmware ist installiert und zwei Akkus verflogen – keine Probleme, der Inspire steht 1a in der Luft. Auch in verschiedenen Foren sind die Meinungen positiv. In einem Telefongespräch mit DJI Support war auch “zwischen den Zeilen” zu hören, dass dieses Update die unten genannten Probleme lösen soll. Sieht also gut aus, mit dieser Firmware.

DHL Drohne im Flug

Päckchen, die an Drohnen hängen

Amazon waren die Ersten und prägten einen neuen Begriff – Lieferdrohne. Im Dezember 2013 verkündete Gründer und Präsident Jeff Bezos die Pläne Waren per Drohne zu liefern, und nun wird eifrig an dem Projekt geforscht. Die Nachricht verbreitete sich rasend um die ganze Welt. Für eine Weile gab es die Worte “Amazon” und “Drohne” fast nur im Tandem. Wie die Sache sich im richtigen Leben abspielen sollte und wie realistisch das Ganze ist fragte niemand. Warum auch, die Vision war faszinierend und die Publicity unbezahlbar.

Bald folgten andere Paketdienste, z.B. DHL und UPS. Besonders DHL liegt sehr weit vorn. Als Erste richteten sie einen Liniendienst mit Paketkopter ein, zwischen der Stadt Norden und einer Apotheke auf der Nordsee-Insel Juist (12 km Entfernung). Speziell für diesen Feldversuch wurde ein kontrollierter Luftraum geschaffen, damit die Drohne ganz alleine in der Luft ist und keinen Schaden anrichtet. Mittlerweile ist DHL bei Version 3.0 ihrer Dohne angelangt und die Mitteilungen lesen sich sehr optimistisch. Etwas anders sieht das Michael Otto, Chef des Otto Versand, einem der größten Versandunternehmen weltweit, „Das klingt zwar alles sehr schön visionär, aber allein das Absturzrisiko ist viel zu hoch“.

Diese Sichtweise liegt aktuell wohl näher an der Realität. Die Reichweite und Nutzlast mit der aktuellen Akkutechnologie ist immer noch sehr eingeschränkt (obwohl die Forschung hier auch große Fortschritte macht, die irgendwann serienreif sind). Flugvorbereitung und Zurückholen der Lieferdrohne sind aufwändig und langwierig. Somit bieten sich Drohnen praktisch nur für leichte und teure Waren an, nebenbei Dinge, die auch gern gestohlen werden.

Der Hauptgrund aber, der dagegen spricht, bislang dürfen unbemannte Luftfahrtsysteme nur in Sichtweite des Steuerers geflogen werden (die Feldversuche von DHL waren Ausnahmen unter kontrollierten Bedingungen). Das dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, denn eine komplette Neuordnung der Lufträume, Flugsicherung, Luftfahrtbehörden wäre nötig, inklusive Methoden, wie sich bemannte und unbemannte Fluggeräte aus dem Weg gehen. Bis auf weiteres wird es viel einfacher und günstiger sein, die Pakete in einen LKW zu werfen.

Also, vielleicht werden wir es noch erleben, aber bis eine Drohne in unserem Vorgarten landet und ein Päckchen abliefert, wird noch sehr viel Zeit vergehen.