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Vodafone liefert das neue iPhone 7 per Drohne

Der CEO von Vodafone, Hannes Ametsreiter, tippt auf sein iPad und schickt das Drohnengeschwader vom Vodafone Campus in Düsseldorf auf den Weg. Pünktlich um eine Minute nach Mitternacht sollen die ersten ungeduldigen Kunden in Deutschland ihr heißersehntes iPhone 7 bekommen. Die Glücklichen waren nicht irgendwer, sondern die Social Media Stars Alex Olma (iPhoneblog.de), Simon Krätschmer (Rocket Beans TV), Joyce Ilg, Marc René Lochmann (BradeTV), Caro Daur und Farina Opoku (Novalanalove). Und natürlich wurde die Aktion Live in die Sozialen Netzwerke an die Fans gestreamt.

Alle waren völlig aus dem Häuschen, ob der tollen Geräte und der innovativen Lieferung.

Die iPhone Lieferdrohne macht Menschen einfach glücklich.

Wir sehen also, geht doch mit der Lieferung per Drohne ;)

Übrigens, wir konnten bei diesem zukunftsweisenden Projekt mitwirken.

Drohne für die Probenentnahme bei Buckelwalen

Dr. Drohne an Buckelwal, einmal niesen bitte

Aktuell sind tausende Buckelwale auf ihrer jährlichen Wanderung aus der Antarktis zum Great Barrier Reef, um sich dort zu paaren. Für die Whalewatcher und Walforscher an der Gold Coast Australiens die beste Zeit des Jahres. Jetzt ist die Gelegenheit für spektakuläre Fotos von springenden Walen und ernsthafte wissenschaftliche Arbeit, wie z.B. der Entnahme von Proben.

Doch, wie bekommt man eine Schleimprobe von einem Buckelwal? Mit einem kleinen Quadrokopter natürlich, wie sonst? In Queensland lassen Forscher die kleine Drohne über dem riesigen Meeressäuger fliegen. Daran hängt eine Petrischale und wenn der Wal kräftig prustet, ist der wertvolle Walschnief gesichert und kann im Labor analysiert werden. Dafür muss die Drohne nicht einmal auf dem Wal landen (wie in manchen Berichten erzählt wird), sondern “nur” im richtigen Moment über dem Blasloch fliegen. Das sieht nach einer richtigen Herausforderung aus. Auf jeden Fall haben wir Mitleid mit der armen kleinen Drohne.

 

NfL-1-786-16

Neue Regeln für UAVs – Die 5 kg Grenze ist gefallen

Die Deutsche Flugsicherung GmbH hat neue Regeln für unbemannte Luftfahrtsysteme herausgebracht. Der genaue Name ist “Neufassung der Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen gemäß § 20 Absatz 1 Nummer 7 Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO)”. Das geht fast so flüssig von der Zunge wie “NfL-1-786-16“. Dahinter verbergen sich ein paar wichtige Neuerungen, wie zum Beispiel:

  • Für den Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen ohne Verbrennungsmotor bis 10 kg Gesamtmasse kann eine allgemeine Erlaubnis erteilt werden.
  • Eine nach den vorliegenden Grundsätzen erteilte Allgemeinerlaubnis kann von anderen Landesluftfahrtbehörden für ihren Zuständigkeitsbereich anerkannt werden.
  • Die Erteilung einer Erlaubnis kann von einer Prüfung der Befähigung des Steuerers und der technischen und betrieblichen Anforderungen an das verwendete unbemannte Luftfahrtsystem abhängig gemacht werden.

Ab sofort können wir also eine Allgemeinerlaubnis für Fluggeräte mit Abflugmasse bis 10 kg bekommen (obacht, gilt nicht für die aktuelle AE, sondern zukünftige), hurra! Das macht das Leben viel einfacher, denn einige Copter liegen genau zwischen 5 und 10 kg. Wenn die Bundesländer noch ihre jeweiligen Allgemeinerlaubnisse problemlos gegenseitig anerkennen, sind wir wunschlos glücklich, oder was fehlt sonst noch?

Zeichnung-aus-dem-US-Patent-von-Amazon_image_width_884

Sitzt eine Drohne auf der Laterne…

Da haben wir uns kürzlich über die fehlende Reichweite von Lieferdrohnen mokiert, und schon kommt Amazon mit einem Patentantrag, um das Problem zu lösen. Einfach genial, Strom gibt es ja alle paar Hundert Meter entlang der Straßen. Die Drohne muss das Netz nur anzapfen können. Also schnell auf der Straßenlampe gelandet, Stecker (automatisch) angeschlossen und ein bisschen warten. Wenn das auch noch eine Schnellladestation für die Drohne ist, muss sie nicht ein bis zwei Stunden auf der Laterne hocken, während der schöne Zeitvorsprung dahinschmilzt. Wie dem auch sei, und Computer Bild festgestellt hat, “Dass Straßenlampen in naher Zukunft tatsächlich als Ladestationen für Fluggeräte dienen, ist also eher unwahrscheinlich”. Trotzdem, neue Ideen bringen neue Möglichkeiten, was hatten sich die Kollegen damals über diese komischen, neumodischen Autos kaputtgelacht. Wir werden sehen.

Inspektion von Verkehrsflugzeug mit Drohne

Drohne knapp an Verkehrsflugzeug vorbei

Wenn Drohnen und Verkehrsflugzeuge aufeinander treffen, ist das nicht immer eine Beinahe-Katastrophe.

Auf der Farnborough Airshow hat Airbus demonstriert, wie sie ihre Flugzeuge mit einer Drohne inspizieren können. Das unbemannte Flugsystem wird dafür programmiert die Oberseite des Maschine abzufliegen und zu fotografieren. In 10-15 Minuten sind die Daten erhoben und werden danach zu einem 3D Model zusammengefügt, das in einer Datenbank abgespeichert wird und  Schäden wie Kratzer, Dellen und Lackschäden zeigt. Die konventionelle Sichtprüfung mit Hilfe von Teleskopbühnen dagegen benötigt zwei Stunden. “Die Nutzung dieser neuen Technologie ermöglicht bessere Arbeitsbedingungen und verbessert zudem Sicherheit und Wohlbefinden der Qualitätsprüfer”, sagte Nathalie Ducombeau, Leiterin der Airbus Qualitätssicherung. Aktuell wird diese Methode ausgiebig am Airbus A330 getestet, mit Aussicht auf Umsetzung in weiteren Programmen.

DHL Drohne im Flug

Päckchen, die an Drohnen hängen

Amazon waren die Ersten und prägten einen neuen Begriff – Lieferdrohne. Im Dezember 2013 verkündete Gründer und Präsident Jeff Bezos die Pläne Waren per Drohne zu liefern, und nun wird eifrig an dem Projekt geforscht. Die Nachricht verbreitete sich rasend um die ganze Welt. Für eine Weile gab es die Worte “Amazon” und “Drohne” fast nur im Tandem. Wie die Sache sich im richtigen Leben abspielen sollte und wie realistisch das Ganze ist fragte niemand. Warum auch, die Vision war faszinierend und die Publicity unbezahlbar.

Bald folgten andere Paketdienste, z.B. DHL und UPS. Besonders DHL liegt sehr weit vorn. Als Erste richteten sie einen Liniendienst mit Paketkopter ein, zwischen der Stadt Norden und einer Apotheke auf der Nordsee-Insel Juist (12 km Entfernung). Speziell für diesen Feldversuch wurde ein kontrollierter Luftraum geschaffen, damit die Drohne ganz alleine in der Luft ist und keinen Schaden anrichtet. Mittlerweile ist DHL bei Version 3.0 ihrer Dohne angelangt und die Mitteilungen lesen sich sehr optimistisch. Etwas anders sieht das Michael Otto, Chef des Otto Versand, einem der größten Versandunternehmen weltweit, „Das klingt zwar alles sehr schön visionär, aber allein das Absturzrisiko ist viel zu hoch“.

Diese Sichtweise liegt aktuell wohl näher an der Realität. Die Reichweite und Nutzlast mit der aktuellen Akkutechnologie ist immer noch sehr eingeschränkt (obwohl die Forschung hier auch große Fortschritte macht, die irgendwann serienreif sind). Flugvorbereitung und Zurückholen der Lieferdrohne sind aufwändig und langwierig. Somit bieten sich Drohnen praktisch nur für leichte und teure Waren an, nebenbei Dinge, die auch gern gestohlen werden.

Der Hauptgrund aber, der dagegen spricht, bislang dürfen unbemannte Luftfahrtsysteme nur in Sichtweite des Steuerers geflogen werden (die Feldversuche von DHL waren Ausnahmen unter kontrollierten Bedingungen). Das dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, denn eine komplette Neuordnung der Lufträume, Flugsicherung, Luftfahrtbehörden wäre nötig, inklusive Methoden, wie sich bemannte und unbemannte Fluggeräte aus dem Weg gehen. Bis auf weiteres wird es viel einfacher und günstiger sein, die Pakete in einen LKW zu werfen.

Also, vielleicht werden wir es noch erleben, aber bis eine Drohne in unserem Vorgarten landet und ein Päckchen abliefert, wird noch sehr viel Zeit vergehen.